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Funk

FT8 – Meine erste DX-Verbindung nach Japan

10 Watt. Eine selbstgebaute Drahtantenne auf dem Berliner Flachdach, abgestimmt auf 20m. Ein RTL-SDR als Empfänger, ein kleiner HF-Transceiver. Und WSJT-X, das die FT8-Kodierung übernimmt.

Die erste Verbindung nach Japan — JA3-Präfix, knapp 9000 km — war kein dramatischer Moment. FT8 ist kein Sprach-QSO: 15-Sekunden-Sequenzen, standardisiertes Format, kein freies Gespräch. Aber der Moment, in dem WSJT-X die Bestätigung anzeigt und der Eintrag ins Log wandert, hat trotzdem etwas.

Was FT8 für Einsteiger interessant macht:

Es funktioniert bei Signalstärken, bei denen kein anderer Modus mehr geht. -20 dB unter dem Rauschen ist noch dekodierbar. Das bedeutet: eine bescheidene Station — 10W, Drahtantenne, Berliner Innenstadtdach — kann weltweit DX machen.

Setup:

20m-Band (14 MHz), Dipol aus zwei Drähten à 5 m, gespeist mit 50-Ohm-Koaxkabel. WSJT-X 2.7 auf einem alten Thinkpad. Soundkarte des Transceivers als Audio-Interface. CAT-Steuerung für automatischen PTT. Calibration: WWV auf 10 MHz zur Uhrsynchronisation.

Was es nicht ersetzt:

Das Gespräch. SSB-DX, CW-Konteste, das Kennenlernen anderer Funker — das ist der nächste Schritt. FT8 war ein guter Einstieg, aber kein Endpunkt. Die Amateurfunklizenz war der entscheidende Schritt dorthin — Infos zur Prüfung.